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Berufsausbilder werden: AEVO Fragen 2 – Ausbildung vorbereiten (für Immobilienmakler, Handwerk & Co.)

Immobilienmakler Berufsausbilder werden: Testfragen zu Handlungsfeld 2 – Worum geht’s? Handlungsfeld 2 beinhaltet die Vorbereitung auf die Ausbildung. IHK Ausbilder für Immobilienmakler werden bringt deiner Firma viele Vorteile! Fachkräfte Mangel vorbeugen, gut eingelernte Fachkräfte und mehr Leistung, durch gezielte Ausbildung. Wir haben alle wichtigen Fragen für deine Berufsausbilderprüfung (AEVO = Ausbilder Eignungsverordnung) aus Immobilienmakler! Der Ausbilderschein bringt dir viele Vorteile. Wenn du die nötigen Voraussetzungen hast, solltest du unbedingt die Weiterbildung für Ausbilder machen.

Ausbilder werden: Handlungsfelder und Vorbereitung Prüfung

Hier findest du alles Wichtige! Lerne die Handlungsfelder der AEVO Prüfung kennen und hol dir praktische Tipps für deine finale Präsentation mit vielen Beispielen und Videos – alles kostenlos!

Vorbereitung auf die Ausbildung

  • Ausbildungsplan erstellen mit Grundlage der Ausbildungsordnung
  • Mitwirkung und Bestimmung der betrieblichen Interessenvertretungen berücksichtigen
  • Kooperationsbedarf ermitteln, insbesondere Abstimmung mit der Berufsschule
  • Kriterien und Verfahren zur Auswahl von Auszubildenden
  • Berufsausbildungsvertrag vorbereiten und Eintragung bei der zuständigen Stelle beantragen

Was ist die Jugend- und Auszubildendenvertretung?

Die Jugend- und Auszubildendenvertretung vertritt die Jugendlichen unter 18 Jahren und Beschäftigte in Berufsausbildung (Auszubildende, Werkstudenten, Praktikanten) unter 25 Jahren.

Gewählt werden dürfen alle Arbeitnehmer unter 25 Jahren. Sie alle sind auch wahlberechtigt.

Gegründet werden darf die “Jugend- und Auszubildendenvertretung” bei mindestens 5 Arbeitnehmern unter 18 Jahren und / oder Auszubildenden unter 25 Jahren.

  • Vertretung von Jugendlichen unter 18 Jahren
  • Beschäftigte in Berufsausbildung unter 25 Jahren
  • Grüdung ab min. 5 Mitarbeitern unter 18 Jahre bzw. Beschäftigte in Berufsausbildung unter 25 Jahren

Welche Aufgaben hat der Betriebsrat?

Der Betriebsrat hat Mitwirkungsrechte aber auch Mitbestimmungsrechte.

Zum Mitwirkungsrecht gehören bpsw. das Anhörungsrecht und das Beratungsrecht. Zum Mitbestimmungsrecht gehören bspw. das Zustimmungsrecht (bspw. beim Ausbildungsplan).

Welche Kriterien werden bei der Bewerberauswahl hinzugezogen?

  • Gesamteindruck der Unterlagen (Zusammenstellung und Sorgfalt)
  • Anschreiben mit oder ohne Interesse am Ausbildungsberuf
  • Fähigkeiten, Vorerfahrung und Praktika

Welche Fragen sind im Vorstellungsgespräch nicht erlaubt?

Einige Fragen müssen von Bewerbern grundsätzlich nicht beantwortet werden.

Wenn solche Fragen gestellt werden, ist es sogar erlaubt die Unwahrheit zu sagen.

  • Familienplanung
  • Finanziellen Situation
  • Mitglied in Gewerkschaft oder Partei
  • Sexualität
  • Gesundheitszustand
  • Religionszugehörigkeit
  • Persönliche Informationen von Familienmitgliedern

Kann die Ausbildungszeit verkürzt werden?

Ja, vor Beginn der Berufsausbildung kann die Ausbildungszeit durch bestimmte Voraussetzungen vom Ausbilder verkürzt werden. Hierzu zählt zum Beispiel der Grad der akademischen Ausbildung oder auch berufliche Vorbildung. Die Verkürzung und Begründung wird direkt im Ausbildungsvertrag eingetragen.

Während der Ausbildungszeit kann die Dauer durch eine vorgezogene Abschlussprüfung verkürzt werden, wenn es die Leistungen rechtfertigen. Dafür benötigt der Auszubildende die Zustimmung des Ausbildenden und der Berufsschule.

Es besteht kein rechtlicher Anspruch auf Verkürzung. Die Entscheidung liegt im Ermessen des Ausbildenden.

  • Verkürzung vor Beginn der Ausbildung
    Voraussetzung: Hoher akademischer Grad, berufliche Vorbildung
  • Während der Ausbildung durch vorgezogene Abschlussprüfung
    Voraussetzung: Sehr gute Leistungen.
  • Rechtlicher Anspruch besteht nicht

Kann die Ausbildungszeit verlängert werden?

Wenn das Ausbildungsziel nicht erreicht werden kann, bspw. aufgrund einer längeren Krankheit, das Nichtbestehen der Abschlussprüfung oder auch Elternzeit, kann die Ausbildungszeit verlängert werden.

  • Längere Krankheit
  • Nichtbestehen der Abschlussprüfung
  • Elternzeit

Wie oft darf die Abschlussprüfung wiederholt werden?

Bei Nichtbestehen der Abschlussprüfung darf diese nur zweimal wiederholt werden.

Die Ausbildungszeit darf auf Wunsch des Auszubildenden um maximal 1 Jahr verlängert werden, bis zum Bestehen der Abschlussprüfung.

  • Wiederholung 2x möglich
  • Verlängerung der Ausbildung um max. 1 Jahr

Ab wann gilt die mündliche Jobzusage?

Die Zusage ist sofort rechtskräftig. Der Vertrag muss spätestens zu Beginn der Ausbildung schriftlich vorliegen.

  • Mündliche Zusage ist sofort rechtskräftig

Wer wird im Berufsausbildungsvertrag aufgeführt?

Im Berufsausbildungsvertrag werden der Ausbilder sowie der Ausbildende genannt, desweiteren der Auszubildende. Wenn der oder die Auszubildende unter 18 Jahren ist auch der gesetzliche Vertreter.

Wichtig: Im Ausbildungsvertrag müssen alle Beteiligten unterschreiben. Bei Auszubildenden unter 18 Jahre bedeutet dies, dass beide gesetzliche Vertreter unterzeichnen müssen.

  • Ausbildungsbetrieb / Ausbilder
  • Zuständige Stelle
  • Auszubildender
  • Gesetzliche/r Vertreter

Wieviele Stunden darf die tägliche Ausbildungszeit betragen?

Im Arbeitszeitgesetz und Jugendarbeitsschutzgesetz ist die regelmäßige Arbeitszeit für Auszubildende täglich auf 8 Stunden beschränkt.

In Ausnahmefällen darf die Arbeitszeit für unter 18-Jährige auf 8,5 Stunden erhöht werden.

  • Reguläre Arbeitszeit 8 Stunden pro Tag

Wie lang darf die Probezeit gehen?

Die Probezeit darf höchsten 4 Monate betragen, mindestens jedoch 1 Monat.

Empfehlung: Nutze immer die volle Zeit um deinen Auszubildenden kennenzulernen. Die Bindung besteht in der Regel für 3 Jahre.

  • 1 bis 4 Monate

Welche Pflichten hat der Auszubildende?

  • Berufsschulpflicht und Lernpflicht
  • Folgeleistung von Anweisungen des Ausbildenden, des Ausbilders und anderen Weisungsberechtigten
  • Erledigung der Aufgaben mit Sorgfalt
  • Pflegsamer Umgang mit Geräten, Technik, Werkzeug, Maschinen und sonstigen Gegenständen
  • Achtung der Betriebsordnung
  • Stillschweigen über betriebliche Vereinbarung
  • Unverzügliche Mitteilung bei Arbeitsunfähigkeit / Krankheit (ab 3. Tag; möglich ab Tag 1 auf Verlangen)

Welche Pflichten hat der Ausbildende?

  • Vermittlung der beruflichen Handlungsfähigkeit
  • Planmäßige, sachliche und zeitliche gegliederte Ausbildung
  • Berufsausbildungsvertrag und später Ausbildungsnachweis
  • Rechtzeitige Prüfungsanmeldung
  • Aufgabenübertragung

Wie muss eine Kündigung innerhalb der Probezeit erfolgen?

Innerhalb der vereinbarten Probezeit darf eine außerordentliche Kündigung jederzeit ausgesprochen werden. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen.

Eine Begründung ist bei der Kündigung innerhalb der Probezeit nicht nötigt.

  • Außerordentliche Kündigung jederzeit möglich (schriftlich)
  • Begründung ist nicht nötig

Ist eine Kündigung nach der Probezeit möglich?

Eine außerordentliche Kündigung durch den Ausbildenden darf nur aus einem wichtigen Grund ausgesprochen werden. Das heißt, schwere Verstöße gegen Pflichten und Gesetze. Die Kündigung muss in schriftlicher Form erfolgen. Gründe dafür können sein:

  • Diebstahl im Unternehmen
  • Mehrfaches, unentschuldigtes Fernbleiben von der Berufsschule
  • Tätlichkeiten gegen Mitarbeiter oder Vorgesetzte

Das Arbeitsverhältnis kann aber auch durch die beidseitige Willenserklärung, den so genannten Aufhebungsvertrag, beendet werden.

Der Auszubildende darf jederzeit kündigen, wenn er oder sie sich für eine andere Ausbildung entscheidet oder die Ausbildung komplett aufgibt.

Minderjährige dürfen (nach der Probezeit) nur mit schriftlicher Zustimmung der gesetzlichen Vertreter kündigen.

AEVO Fragen & Prüfung: Handlungsfelder

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